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Seth Rogen & Snoop Dogg über Cannabis | GGN Interview
May 5, 2026

Seth Rogen bei GGN mit Snoop Dogg: Cannabis, Humor und Hollywood

9 min read
Contents

Zwei Männer, eine Bong, kein Bullshit. Wenn Seth Rogen bei Snoops legendärem Format GGN – Gang of the Nation aufkreuzt, dann ist von Anfang an klar, dass hier nicht über Blockbuster geplaudert wird. Es geht um Cannabis, um Ehrlichkeit, um den Geruch von Weed auf dem Set, um Aktivismus, um Lacher und um die Frage, was das alles eigentlich mit Mr. Rogers zu tun hat. Das Interview ist eines der offensten, rohhautigen Gespräche, die je zwischen zwei Cannabis-Ikonen auf Kamera stattgefunden haben – und wer es noch nicht gesehen hat, verpasst ein Stück moderner Popkultur.

Seth Rogen trifft Snoop Dogg: Wenn zwei Welten aufeinandertreffen

GGN – das Format, das alles erlaubt

Snoops GGN with Snoop Dogg existiert seit Jahren als YouTube-Format und hat sich zu einem der authentischsten Cannabis-Talk-Shows im Netz entwickelt. Kein Teleprompter, keine Werbeunterbrechungen für Erektionspillen, kein überinszeniertes Studio-Setup. Stattdessen: ein Sofa, etwas zu rauchen, und zwei Menschen, die reden. Snoop führt seine Gäste in eine Zone, in der Kontrolle aufgehört hat, ein Ziel zu sein. Das macht das Format so wertvoll – es ist näher an einem echten Küchentisch-Gespräch als an jedem Late-Night-Auftritt.

Seth Rogen sitzt nicht zufällig dort. Er ist seit Jahrzehnten einer der bekanntesten Cannabis-Befürworter Hollywoods. Seine Filme – von Knocked Up bis Pineapple Express – haben Cannabis-Konsum in die Multiplexe gebracht, ohne ihn zu glorifizieren oder zu dämonisieren. Er hat einfach gezeigt, wie es für viele Menschen wirklich ist: normal, alltäglich, manchmal chaotisch und meistens lustig. Zusammen mit Snoop, der seit den frühen 1990er-Jahren als lebende Cannabis-Ikone gilt, entsteht ein Gespräch auf Augenhöhe zweier Männer, die das Thema von komplett verschiedenen Ausgangspunkten kennen.

Won't You Be My Neighbor? – und was Mr. Rogers mit Kiffen zu tun hat

Ein zentrales Thema der Episode ist der Dokumentarfilm Won't You Be My Neighbor?, in dem Seth Rogen spricht und den er mitpromoted hat. Der Film über Fred Rogers – den ikonischen US-Kindersendungs-Moderator – mag auf den ersten Blick so gar nichts mit Cannabis zu tun haben. Aber genau hier liegt die Stärke des GGN-Formats: Snoop schafft eine Atmosphäre, in der sich Themen natürlich verknüpfen.

Rogers' Botschaft war im Kern: Du bist gut genug, so wie du bist. Kein Performancedruck, keine Selbstoptimierung. Seth bringt das in einen direkten Zusammenhang mit dem entspannenden Effekt von Cannabis – dem Loslassen des inneren Kritikers, dem Innehalten im Alltag. Es klingt philosophisch, aber im Kontext des Interviews wirkt es absolut organisch. Wer hochwertige Strains konsumiert und sich dabei mit Freunden unterhält, kennt dieses Gefühl: Die sozialen Schutzmauern fallen, man redet über Dinge, die man sonst übergeht.

Wenn du wissen willst, wie Seth Rogen Cannabis in seinen täglichen Alltag integriert, empfehlen wir unseren ausführlichen Artikel: Seth Rogen über seinen Cannabis-Konsum im Alltag.

Der Stil des Gesprächs: Kein roter Teppich, aber echte Verbindung

Was das Interview von einem normalen Promo-Auftritt unterscheidet, ist die spürbare Wärme zwischen den beiden. Seth ist kein verlegener Hollywood-Star, der vorsichtig mit jedem Wort ist. Er ist entspannt, lacht laut, korrigiert sich selbst, verliert manchmal den Faden – und das macht ihn glaubwürdig. Snoop wiederum ist in seinem Element: charmant, schlagfertig, gelegentlich brillant philosophisch.

"Ich rauche den ganzen Tag und ich erledige den ganzen Tag Sachen. Das schließt sich nicht aus – das ergänzt sich."
— Seth Rogen, sinngemäß im GGN-Interview

Diese Aussage ist bezeichnend für die Haltung, die beide Männer teilen: Cannabis nicht als Ausrede, sondern als Werkzeug. Für Kreativität, für Entspannung, für soziale Verbindung. Eine Haltung, die mehr und mehr wissenschaftliche Rückendeckung bekommt.

Cannabis, Kreativität und Kultur – was die Wissenschaft sagt

CB1-Rezeptoren und der kreative Raum im Gehirn

Der Wirkstoff THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol) bindet primär an CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem. Diese Rezeptoren sind besonders dicht im präfrontalen Kortex verteilt – dem Bereich, der für Entscheidungsfindung, Planung und kreatives Denken zuständig ist. Wenn THC an CB1 bindet, verändert es die synaptische Übertragung auf eine Art, die divergentes Denken begünstigt: Man denkt in weiteren Bögen, Assoziationen entstehen schneller und unerwarteter.

Eine Studie aus dem PubMed-Archiv der NIH zeigte, dass niedrige bis moderate THC-Dosen (ca. 7,5 mg oral) die verbale Flüssigkeit steigern können, während hohe Dosen (über 12,5 mg) diesen Effekt wieder aufheben oder ins Gegenteil verkehren können. Das ist der Grund, warum erfahrene Konsumenten wie Seth Rogen immer wieder betonen, dass Dosierung entscheidend ist. Zu viel, und man sitzt auf dem Sofa und starrt die Decke an. Die richtige Menge, und man schreibt ein Drehbuch.

Cannabis und Kreativität ist ein weites Feld – wenn du tiefer einsteigen willst, findest du bei uns auch einen Artikel darüber, wie Cannabis wirklich wirkt – ein Selbstexperiment.

Hip-Hop und Cannabis: Eine kulturelle Symbiose

Snoop Dogg ist nicht nur Konsument, er ist kulturelles Symbol. Die Verbindung zwischen Hip-Hop und Cannabis reicht tief in die Geschichte des Genres – von den Jazzmusikern der 1920er-Jahre, die „Reefer"-Songs aufnahmen, bis zum modernen Trap, in dem Lean und Gras zur ästhetischen Sprache gehören. Snoop hat dabei eine eigene Klasse: Er hat Cannabis nie als Rebellion vermarktet, sondern als Lifestyle. Das ist ein fundamentaler Unterschied.

In der deutschen Hip-Hop-Szene sehen wir ähnliche Muster. Rapper wie Greeen, King Khalil oder Xatar sprechen offen über ihren Konsum, verknüpfen ihn mit ihrer Kunst und ihrer Geschichte. Der kulturelle Kontext unterscheidet sich, aber der Kern ist gleich: Cannabis als Teil einer authentischen Identität.

Wie das in der deutschen Szene aussieht, zeigen unsere Interviews: Greeen im Hotbox-Interview über Cannabis und Hip-Hop oder King Khalil im Hotbox-Interview.

Seth Rogens eigene Cannabis-Marke: Houseplant

Seth Rogen hat Cannabis nicht nur konsumiert und darüber geredet – er hat eine eigene Marke aufgebaut. Houseplant ist sein Cannabis-Unternehmen, das sich auf kuratierte Strains und hochwertige Keramik-Zubehörteile spezialisiert hat. Das Besondere daran: Houseplant verfolgt eine ästhetische Vision, die Cannabis in den Bereich des guten Geschmacks hebt – weg vom Klischee-Reggae-Poster, hin zu elegantem Design.

Im GGN-Interview spricht Seth über seine Philosophie hinter der Marke: Konsumenten sollen wissen, was sie kaufen, woher es kommt und wie es angebaut wurde. Transparenz, Qualität, Verantwortung. Das klingt wie ein Craft-Beer-Manifest, funktioniert aber im Cannabis-Bereich genauso überzeugend. Für alle, die wissen wollen, was hochgezüchtetes Gras eigentlich ausmacht: Unser Cali-Weed-Hype-Artikel gibt tiefe Einblicke.

Aspekt Seth Rogen Snoop Dogg
Hintergrund Schauspieler, Autor, Drehbuchautor Rapper, Produzent, Unternehmer
Cannabis-Marke Houseplant (Fokus: Design, Qualität) Leafs By Snoop (Fokus: Lifestyle, Breite)
Öffentliche Haltung Aktivist, offen, pro-Legalisierung Kulturelles Symbol, Pionier, ikonisch
Konsumstil Täglich, kreativ-begleitend Täglich, legendär für Mengen
Bekanntester Cannabis-Moment Pineapple Express (Film) Gin and Juice + unzählige Live-Auftritte

Legalisierung, Verantwortung und was Promis dabei bewirken können

Prominente als Katalysatoren für politischen Wandel

Es wäre naiv zu glauben, dass Filmstars die Drogenpolitik alleine verändern. Aber es wäre ebenso naiv, ihren Einfluss zu unterschätzen. Seth Rogen hat sich in den USA aktiv für die Legalisierung eingesetzt – mit Kongressanhörungen, mit öffentlichen Statements, mit seiner Unternehmenstätigkeit. Er nutzt seinen Ruhm nicht als Bühne für hohle Worte, sondern als Hebel für strukturelle Veränderungen.

Das ist eine Qualität, die man nicht bei jedem Promi findet. Viele nutzen Cannabis als Image-Accessoire, ohne wirklich zu verstehen oder sich zu engagieren. Seth wirkt anders – er kennt die Zahlen, kennt die Studien, hat Gespräche mit Politikern geführt und versteht, dass Legalisierung kein Pop-Thema ist, sondern Millionen von Menschenleben direkt betrifft. Menschen, die wegen Cannabis verhaftet wurden. Menschen, die im illegalen Markt gefangen sind. Gemeinden, die überproportional von der Prohibition betroffen sind.

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) veröffentlicht regelmäßig Daten zur Cannabis-Situation in Europa. Die Zahlen sind eindeutig: Cannabis ist die meistkonsumierte illegale Substanz auf dem Kontinent, mit etwa 22 Millionen Konsumenten in der EU. Die Prohibition hat daran nichts geändert – sie hat lediglich die Kontrolle dem organisierten Verbrechen überlassen.

Was wir von diesem Interview mitnehmen können

GGN-Interviews haben eine besondere Stärke: Sie machen Cannabis-Konsum menschlich. Seth Rogen sitzt nicht als Aktivist auf dem Podest, er sitzt als jemand, der eine Leidenschaft mit Millionen von Menschen teilt und darüber ehrlich spricht. Keine Verklärung, keine Verharmlosung, einfach Ehrlichkeit.

Für die deutsche Cannabis-Community hat das eine eigene Relevanz. Wir leben in einem Land, das seit einiger Zeit einen vorsichtigen Legalisierungskurs einschlägt. Die gesellschaftliche Debatte ist im Gange – und Figuren wie Seth Rogen und Snoop Dogg zeigen, dass Cannabis und Verantwortungsbewusstsein sich nicht ausschließen.

Wie ähnliche Diskussionen auf deutschen Bühnen aussehen, zeigt unser Interview: Sido und Lauterbach über Cannabis-Legalisierung.

Tipps: Was du aus dem Interview für deinen eigenen Konsum mitnehmen kannst

"Cannabis hat mein Leben verbessert. Ich bin ein besserer Mensch, wenn ich rauche. Ich bin geduldiger, ich bin kreativer, ich bin glücklicher."
— Seth Rogen, sinngemäß aus mehreren Interviews

Das klingt wie eine Behauptung, die kritisch hinterfragt werden sollte. Aber wenn man Rogens Karriere, seine Unternehmen, seine politische Arbeit und seine persönliche Geschichte betrachtet, wirkt es wie eine kohärente Selbstbeschreibung, keine Werbung. Und genau diese Ehrlichkeit macht ihn zur wichtigsten Cannabis-Persönlichkeit Hollywoods.

Wie andere Cannabis-Prominente ihre Erfahrungen beschreiben, zeigt auch unser Interview mit Wiz Khalifa beim Lügendetektor-Test über Cannabis – ebenfalls absolut sehenswert.

Für alle, die mehr über das pharmacologische Fundament verstehen wollen: Das Endocannabinoid-System auf Leafly erklärt verständlich, wie CB1- und CB2-Rezeptoren zusammenwirken und warum Cannabis eine so breite Wirkungsvielfalt zeigt. Das Endocannabinoid-System ist dabei kein Zufall der Evolution – es ist ein fundamentales Regulationssystem unseres Körpers, das Temperatur, Schmerz, Stimmung, Appetit und Schlaf mitreguliert.

Weitere wissenschaftliche Grundlagen bietet die Wikipedia-Übersichtsseite zu Cannabinoiden, die einen soliden Einstieg in die Chemie hinter den Wirkstoffen gibt – von THC über CBD bis hin zu den über 100 weiteren Cannabinoiden, die in der Pflanze identifiziert wurden.

Das GGN-Interview mit Seth Rogen ist letztlich mehr als Unterhaltung. Es ist ein Dokument einer Kulturveränderung – der Moment, in dem zwei der bekanntesten Cannabis-Konsumenten der Welt offen und ehrlich miteinander reden und damit zeigen: Das Gespräch über Cannabis muss nicht mehr hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Weitere Interviews, Reportagen und Szeneberichte findest du in unserem Interview-Channel auf cannabisdoku.de.


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